Die französischen Härtegrade (°fH) verstehen
Wie sich die Härte berechnet, Entsprechungen mit dem deutschen °dH und die tatsächliche Bedeutung der Werte.

Definition
1 französischer Härtegrad (°fH oder °f) = 10 mg Calciumcarbonat (CaCO₃) pro Liter Wasser, also 4 mg Calcium oder 2,4 mg Magnesium. Es ist die offizielle Einheit zur Messung der Wasserhärte in Luxemburg, in Frankreich, in Belgien und in mehreren europäischen Ländern.
Das Wichtigste in Kürze: 1 °fH = 10 mg Kalk pro Liter. Multiplizieren Sie einfach die Anzahl der Grade mit 10, um die CaCO₃-Konzentration zu erhalten.
Umrechnung in den deutschen °dH
Der deutsche Härtegrad (°dH oder °d) wird in Luxemburg ebenfalls häufig verwendet. Die Umrechnung ist einfach: 1 °dH ≈ 1,79 °fH. Umgekehrt: 1 °fH ≈ 0,56 °dH. Beispiel: Ein Wasser mit 25 °fH entspricht etwa 14 °dH.
| °fH | °dH | Kategorie |
|---|---|---|
| 7 | 3,9 | Sehr weich / weich |
| 15 | 8,4 | Weich / mittel |
| 25 | 14,0 | Mittelhart |
| 35 | 19,6 | Hart / sehr hart |
| 45 | 25,2 | Sehr hart |
Die wichtigsten Schwellenwerte
Sehr weiches Wasser: 0–7 °fH (wenig Kalk, leichte mögliche Aggressivität gegenüber metallischen Leitungen). Weiches Wasser: 7–15 °fH (ideal, geringe Verkalkung). Mittelhart: 15–25 °fH (leichte Verkalkung, Vorsicht beim Warmwasserbereiter). Hart: 25–35 °fH (deutliche Verkalkung, Wasserenthärter empfohlen). Sehr hart: >35 °fH (rasche Verkalkung, Wasserenthärter unerlässlich).
Häufige Fragen
Wie rechnet man °fH in °dH um?
Multiplizieren Sie den Wert in °fH mit 0,56, um die °dH zu erhalten. Zum Beispiel: 25 °fH × 0,56 ≈ 14 °dH.
Ab welcher Härte braucht man einen Wasserenthärter?
Ab 25 °fH wird die Verkalkung deutlich und ein Enthärter ist sinnvoll. Zwischen 15 und 25 °fH bleibt er optional, je nach Komfort und Ausstattung.
Ist zu weiches Wasser ein Problem?
Sehr weiches Wasser (< 7 °fH) kann gegenüber metallischen Leitungen leicht aggressiv sein, stellt aber kein Gesundheitsrisiko dar. Es begrenzt lediglich die Verkalkung.
Wo finde ich die Härte meines Wassers in Luxemburg?
Der Wert steht im jährlichen Wasserqualitätsbericht Ihrer Gemeinde oder Ihres Versorgers. Sie können ihn auch mit einem handelsüblichen Teststreifen messen.
Misst der Härtegrad die Wasserqualität?
Nein. Er misst nur den Gehalt an Calcium und Magnesium (den Kalk), nicht die Trinkbarkeit oder das Vorhandensein von Nitrat oder Pestiziden, die andere Analysen erfordern.